Zuckerfest lockte viele Besucher an

Zuckerfest lockte viele Besucher an

Schon zum siebten Mal in Folge lud der Beirat für Migration und Integration des Landkreises Barnim am vergangenen Freitag zum Zuckerfest. An diesem, auf Arabisch Idu l-Fitr heißenden Tag, begehen die Muslime weltweit das Ende des Fastenmonats Ramadan. 

Rund 100 Besucher konnte Beiratsvorsitzender Péter Vida im Veranstaltungssaal der Bernauer AWO begrüßen. Der aus Berlin angereiste Imam Taha El-Moursi erläuterte die religiösen Hintergründe des Festes. So stellte er die Bedeutung der Mildtätigkeit im Koran dar und appellierte an die anwesenden Muslime, sich durch ein weiteres Erlernen der deutschen Sprache gut in die Gesellschaft einzubringen. Als Vertreter des syrischen Netzwerkes sprach Marwan Meri ein Grußwort und hob dabei die Wichtigkeit der Arbeitsmarktintegration hervor. Der Sprecher der Tschetschenischen Diaspora, Khusen Serbiev, dankte für das zahlreiche Kommen und freute sich über die verschiedenen Nationalitäten.

Bürgermeister André Stahl hob hervor, in welch friedlicher Atmosphäre das Zusammenleben in Bernau funktioniert und dankte den Migranten, dass sie durch kulturelle Arbeit Aktivität in der Gesellschaft zeigen. Nach einem arabischen Essgebet durch den Imam wurden orientalische Speisen und Süßigkeiten gereicht.

Beiratsvorsitzender Péter Vida erklärte, die Veranstaltung auch im kommenden Jahr wieder zu organisieren.

Berg-Karabach-Bericht faszinierte Besucher

Berg-Karabach-Bericht faszinierte Besucher

Mit großem Interesse folgten die Besucher am vergangenen Montag dem Bericht von Péter Vida über das umstrittene Berg-Karabach. Der Vorsitzende des Migrationsbeirates informierte über kulturelle, politische und religiöse Zusammenhänge in der zwischen Armenien und Aserbaidschan umkämpften Region. 

Als besonderer Gast konnte der Botschafter von Armenien, Ashot Symbatyan, begrüßt werden. Der seit 2015 als Botschafter für Deutschland und Liechtenstein tätige Diplomat informierte über die Bemühungen zur dauerhaften Befriedung der Region und die Suche nach einem Kompromiss zum Zusammenleben der derzeit verfeindeten Länder.

Péter Vida stellte in seinem Reisebericht dar, wie abgeschieden Berg-Karabach liegt und welch alltäglichen Probleme sich durch die internationale Nichtanerkennung ergeben. So verfügt die jüngst in Arzach umbenannte Republik über alle staatlichen Institutionen, aber mangels Anerkennung durch andere Staaten oder die UNO kann kein internationaler Flughafen betrieben werden. Als Währung wird der Dram des Bruderlandes Armenien verwendet. Nahezu alle Bewohner gehören der armenisch-apostolischen Kirche an und grenzen sich so auch schon religiös von den mehrheitlich schiitischen Aserbaidschanern ab. Besonders beklemmend waren die Bilder aus der Geisterstadt Agdam, die im Zuge des armenisch-aserbaidschanisches Krieges 1991-1994 vollständig zerstört und seine 30.000 Einwohner vertrieben wurden.

Auf Nachfrage aus dem Publikum, wie die Situation zu lösen sei, erklärte der Botschafter, dass die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands ein Vorbild für die Zukunft Berg-Karabachs sein könnte. So wies er darauf hin, dass es nicht ausreiche, über Berg-Karabach zu reden, sondern man die dort lebenden Menschen einbeziehen müsse, um den seit Langem schwelenden Konflikt zu überwinden.

 

Berg-Karabach-Veranstaltung am 20. Mai in Bernau mit armenischem Botschafter

Berg-Karabach-Veranstaltung am 20. Mai in Bernau mit armenischem Botschafter

Der Beirat für Migration und Integration lädt zu einer kulturell und politisch besonderen Veranstaltung. Beiratsvorsitzender Péter Vida berichtet über die Situation und seine Eindrücke in Berg-Karabach.

Seine Teilnahme angekündigt hat auch der Botschafter von Armenien S. E. Ashot Smbatyan, der ein Grußwort sprechen und Fragen zur abgeschotteten Bergregion beantworten wird.

Die zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittene Region ist seit vielen Jahrzehnten umkämpft. Während das Gebiet völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, hat die armenische Bevölkerung kurz nach Zusammenbruch der Sowjetunion einen eigenen De-Facto-Staat errichtet. Die sog. Republik Berg-Karabach, die sich jüngst in Arzach umbenannte, ist eng an Armenien angelehnt. Immer wieder kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen entlang der nicht anerkannten Grenzlinie.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 20. Mai um 18:30 Uhr im Treff 23, Breitscheidstr. 41a, Bernau statt.

 

FAMILIENKONZERT BEGEISTERTE BESUCHER

FAMILIENKONZERT BEGEISTERTE BESUCHER

Rund 100 Besucher lockte das diesjährige Familienkonzert ins Bernauer Paulus-Praetorius-Gymnasium. Auf Einladung des Beirates für Migration und Integration führten 18 vornehmliche junge Künstler zahlreiche Werke aus unterschiedlichen Genres auf.

Von Vokalstücken über Violinen-Gitarren-Duetten und Klavieraufführungen bis hin zum Saxophonsextett wurde für jeden etwas geboten. So wurden Lieder in 5 verschiedenen Sprachen vorgetragen. Zum Abschluss gab es eine spontane Weihnachtseinlage von 20 arabischen Kindern aus dem Waldfriedener Übergangswohnheim.

Konzertmoderator Péter Vida dankte den vielen Künstlern mit und ohne Migrationshintergrund und versprach, die bewährte Serie von Familienkonzerten in der Adventszeit auch im kommenden Jahr fortzusetzen.

Beirat für Migration und Integration lädt zum Familienkonzert

Beirat für Migration und Integration lädt zum Familienkonzert

Der Beirat für Migration und Integration des Landkreises Barnim lädt zum Familienkonzert. Wie schon in den vergangenen Jahren präsentieren junge Künstler ihr Können. Das Konzert bietet die Möglichkeit, in der Vorweihnachtszeit in schönem Ambiente zusammenzukommen und Musikstücken aus unterschiedlichen Genres und Kulturen zu lauschen. Verschiedene Instrumente aber auch vokale Beiträge in mehreren Sprachen werden den Abend bereichern.

Es treten junge Künstler mit und ohne Migrationshintergrund auf. Da Musik immer eine Brücke zwischen Menschen baut, möchten der Beirat auch dieses Jahr durch das Familienkonzert ein verbindendes Band knüpfen.

Das Familienkonzert findet statt:

Donnerstag, den 20.12.2018 um 18:00 Uhr im Paulus-Praetorius-Gymnasium, Lohmühlenstr. 26, 16321 Bernau

Der Eintritt ist frei. Um eine kleine Spende wird gebeten.